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Helgasp




Anmeldungsdatum: 11.03.2009
Beiträge: 6189
Wohnort: Ennepetal
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BeitragVerfasst: Fr 24 Feb, 2017 11:23  Titel:  SPD will Förderverein aus Bahnhof aussperren Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Kaum hatten es u.a. Förderverein Denkmal Bahnhof "gewagt" Kritik zu Ă€ußern am Umgang der Stadt mit dem GebĂ€ude-Denkmal, da griff die SPD offensichtlich voll in den Fettnapf.

Hier ist der Artikel komplett
https://www.wp.de/staedte/ennepetal-gevelsberg-schwelm/spd-will-foerderverein-aus-ennepetaler-bahnhof-aussperren-id209715399.html

"Ennepetal. Die SPD-Fraktion fordert, dass die Stadt dem Förderverein Denkmal Bahnhof Ennepetal kĂŒnftig den Zutritt zum BahnhofsgebĂ€ude verwehrt.

Die SPD-Fraktion fordert, dass die Stadt dem Förderverein Denkmal Bahnhof Ennepetal kĂŒnftig den Zutritt zum BahnhofsgebĂ€ude verwehrt. Zudem solle der Pachtvertrag mit dem Wirt der dortigen GaststĂ€tte „Rocket“ nicht verlĂ€ngert werden. Mit einem entsprechenden Antrag an BĂŒrgermeisterin Imke Heymann reagieren die Sozialdemokraten auf die Kritik, die in der Jahreshauptversammlung des Fördervereins geĂ€ußert worden war. Die Mitglieder hatten eine Resolution verabschiedet, in der die Stadt und die stĂ€dtischen Gremien aufgefordert wurden, „als EigentĂŒmerin des Denkmals Bahnhofs ihren Pflichten endlich nachzukommen und das Denkmal zu erhalten und instand zu setzen.“ Zudem hatte der PĂ€chter der GaststĂ€tte auf erhebliche SchĂ€den, darunter Schimmelpilzbefall am GebĂ€ude hingewiesen.

Pachtvertrag nicht verlÀngern
Im Wortlaut heißt es in dem vom Fraktionsvorsitzenden Volker Rauleff unterzeichneten Antrag: „Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt zeigt sich durch die jĂŒngste Berichterstattung zum Bahnhof irritiert, in der sowohl der PĂ€chter als auch der Förderverein mit abschĂ€tzigen und unhaltbaren Äußerungen zitiert werden. Weder kann es angehen, dass ein PĂ€chter, dem die Stadt außerordentlich gĂŒnstige Konditionen einrĂ€umt, sich derart negativ öffentlich Ă€ußert, noch dass der Verein sich eine Kontrollfunktion gegenĂŒber der Stadt anmaßt. Vorausgesetzt, die Berichterstattung in der örtlichen Presse gibt die Einlassungen von beiden Seiten korrekt wieder, beantragen wir, den Pachtvertrag nicht zu verlĂ€ngern und dem Förderverein den Zutritt ins BahnhofsgebĂ€ude nicht lĂ€nger zu gestatten.“

Denkmal Bahnhof Ennepetal
Der Förderverein Denkmal Bahnhof Ennepetal drĂ€ngt die Stadt darauf, sofort mit Maßnahmen zur Instandhaltung des BahnhofsgebĂ€udes zu beginnen.

Förderverein drÀngt Stadt zu handeln
Der Vorsitzende des Fördervereins Denkmal Bahnhof, Frank Oberdorf, reagierte auf den SPD-Antrag gelassen. Er stellte die Frage in den Raum, ob es nicht im Sinne einer Partei oder des Rats sein mĂŒsste, dass man darauf achtet, dass gesetzliche Vorgaben berĂŒcksichtigt und eingehalten werden. Der Förderverein sei satzungsgemĂ€ĂŸ dazu verpflichtet, sich fĂŒr den Erhalt des Denkmals einzusetzen. Oberdorf betonte im Hinblick auf das geforderte Hausverbot, dass der Verein nicht darauf beschrĂ€nkt sei, Tagungen im BahnhofsgebĂ€ude abzuhalten. „Wir mĂŒssen das GebĂ€ude nicht betreten, um uns fĂŒr den Erhalt einzusetzen.“ Im ĂŒbrigen fĂŒhle man sich nun eher angespornt, sich weiter zu engagieren.

BĂŒrgermeisterin Imke Heymann erklĂ€rte auf Nachfrage dieser Zeitung: „Ehrenamtliches Engagement ist wichtig fĂŒr Ennepetal und ich unterstĂŒtze dies. Hier hat der Verein in der Vergangenheit einiges geleistet, auch wenn wir zuletzt nicht einer Meinung waren, hier spreche ich die Resolution des Vereins an.“ Es mĂŒsse im Interesse aller liegen, einen gemeinsamen Weg zu finden, den Bahnhof zu erhalten, so Heymann. „Ich weiß nicht, ob ein Hausverbot das richtige Zeichen fĂŒr Zusammenarbeit ist.“ Mit dem Thema mĂŒsse sich auf Grund des Antrages nun der Hauptausschuss beziehungsweis Rat der Stadt in den nĂ€chsten Sitzungen beschĂ€ftigen.

Bahnhof
Förderverein fĂŒr den Erhalt des denkmalgeschĂŒtzten GebĂ€udes sieht sich mit seinen Möglichkeiten am Ende.

Zug fĂŒr den Bahnhof in Ennepetal ist abgefahren
Die Stadtbetriebe Ennepetal (SBE) haben in den Wirtschaftsplan fĂŒr 2017 einen Ansatz in Höhe von 200.000 Euro fĂŒr „Sicherungsmaßnahmen BahnhofsgebĂ€ude“ eingestellt. Weitere 260 000 Euro sind fĂŒr 2018 als VerpflichtungsermĂ€chtigung aufgenommen. Ein Gutachter stellte bereits fest, dass das GebĂ€ude vom Hausschwamm befallen ist. Weitere Untersuchungen, die das Ausmaß feststellen und als Grundlage fĂŒr ein Sanierungskonzept dienen können, sollen nach Auskunft der Stadtverwaltung noch folgen.
Konkretes Konzept ist notwendig

Stephan Langhard, Leiter des Fachbereichs BĂŒrgerdienste und Stadtentwicklung, erklĂ€rte gestern Abend im Stadtentwicklungsausschuss, dass man den Anforderungen des Denkmalschutzes nachkomme und dass die Stadtbetriebe, die im Hinblick auf die Verkehrsicherungspflicht zustĂ€ndig seien, das Objekt ebenfalls im Blick hĂ€tten.

Anita Schöneberg (SPD) hatte fĂŒr ihre Fraktion beantragt, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen. Auf ihre Nachfrage erklĂ€rte Stephan Langhard, dass der Bahnhof nur auf Platz 13 des Integrierten Handlungskonzepts (IHK) stehe (und damit eine zeitnahe Umsetzbarkeit nicht vorgesehen ist, d. Red.), liege daran, dass der Förderverein kein konkretes Konzept habe liefern können. Man könne schlecht etwas in einen FĂŒnf- oder Zehnjahresplan aufnehmen, wenn es das nicht gebe. GrundsĂ€tzlich mĂŒsse der Bahnhof nicht so weit hinten im IHK bleiben, aber es mĂŒsse dafĂŒr auch ein Konzept geben.

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Anmeldungsdatum: 11.03.2009
Beiträge: 6189
Wohnort: Ennepetal
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BeitragVerfasst: Do 23 März, 2017 10:55  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Das Ergebnis ist in meinen Augen blamabel:
Die Resolution, die der Förderverein Bahnhof Denkmal kĂŒrzlich der Stadt zukommen ließ, nahm der Hauptausschuss offiziell nicht zur Kenntnis.
Die logische Schlussfolgerung fĂŒr mich lautet: Nur das abnicken, was seitens der Stadt korrekt sein soll. Ansonsten Klappe halten und nur ja nicht einfordern, Sonst Persona non grata!


[Zitatanfang]
Förderverein hat nur noch nach Absprache Zutritt. Schwammbefall erfordert umfangreiche Sanierung

Der Ennepetaler Bahnhof erhitzt auch weiterhin die GemĂŒter. Im Hauptausschuss ging es zwischenzeitlich nicht immer nur sachlich zu, nach langer Diskussion wurde letztlich mehrheitlich der Beschluss gefasst, dass die Verantwortung fĂŒr das GebĂ€ude ausschließlich die Stadtbetriebe haben und die Mitglieder des Fördervereins Bahnhof nur noch nach Absprache Zutritt erhalten. Der entsprechende Antrag kam von der SPD-Fraktion.

Gutachteruntersuchung

In dem Schreiben vom 21. Februar hatte Fraktionschef Volker Rauleff noch gefordert, dem „Förderverein den Zutritt nicht lĂ€nger zu gestatten“ (wir berichteten). Im Ausschuss entschĂ€rfte er diese Passage zwar, Entzug der SchlĂŒsselgewalt statt Hausverbot, fand aber dennoch klare Worte in Richtung Förderverein. Er bescheinigte den Aktiven eine gute Arbeit und ehrenamtliches Engagement, kritisierte aber das jetzige Verhalten. Er wertete den Vorwurf des Fördervereins der UntĂ€tigkeit der Stadt (wir berichteten) als „UnverschĂ€mtheit“.

Ulrich Röder (BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen) erwiderte wiederum in Richtung Rauleff, dass es kein guter Stil sei, „wenn man mit Sanktionen reagiert, wenn man anderer Meinung ist.“ GĂŒzel Albayrak (Die Linke/Piratenpartei) erklĂ€rte dazu, dass das GebĂ€ude lĂ€ngst verfallen wĂ€re, wenn es den Förderverein nicht gegeben hĂ€tte. Außerdem stellte er den Antrag, dass sich ein gemeinsamer Arbeitskreis grĂŒnden soll - aus Politik, Verwaltung und Förderverein. Dieser wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt. BĂŒrgermeisterin Imke Heymann erklĂ€rte dazu, dass ehrenamtliches Engagement wichtig sei, man viel mit dem Verein zusammen gearbeitet habe, dass aber jetzt eine Lösung her mĂŒsse: Und die ist nun: „Den Bahnhof soweit herzurichten, dass das GebĂ€ude verkauft werden kann.“

Fest steht: „Der Sanierungsaufwand wird erheblich und die Kosten sind zu diesem Zeitpunkt nicht zu kalkulieren“, wie es Stadtbetriebe-Vorsitzender Wolfgang Schrey erklĂ€rte. Grund dafĂŒr ist der Schwammbefall, der von einem Gutachter nun bestĂ€tigt wurde. Derzeit wird ermittelt, wie groß und fortgeschritten der Schaden ist. Wichtig sei es aber auch, die Reihenfolge der Maßnahmen festzulegen, weil diese auch Auswirkungen auf die Statik hĂ€tten, alles wĂŒrde in Absprache mit der Unteren Denkmalbehörde passieren. Schrey betonte, dass es die Absicht sei, das GebĂ€ude in einen Rohbauzustand zu bringen. Doch das ist ebenso noch zu klĂ€ren wie die Möglichkeit eines Teilabrisses. Der Bahnhof muss jedoch - trotz Schwammbefalls - aus Denkmalschutz-GrĂŒnden erhalten werden. Ein Thema, was Stadt und Politik noch lĂ€nger beschĂ€ftigen wird.
Seltener Beschluss

Mehr Sachlichkeit in der Diskussion forderte CDU-Fraktionsvorsitzender Daniel Heymann: Die Aussagen des Fördervereins seien ebenso wenig nötig gewesen, wie ein Hausverbot auszusprechen. „Mit so einer Rhetorik bekommen wir erst recht keine Lösung hin.“

Das sah auch Michael Haas (FDP) so: „Es ist viel Porzellan zerschlagen worden. Beide Seiten haben Fehler gemacht.“ Auch die Stadt. Die hĂ€tte den Bahnhof im integrierten Handlungskonzept nicht so weit hinten auf der Liste ansiedeln sollen, so seien Fördermöglichkeiten vertan worden. „Der Königsweg wĂ€re es, nun, wenn der Bahnhof verkauft wird.“

Das sahen auch die anderen Fraktionen so. Christian Zink (SPD) regte an, ĂŒberregional nach Interessenten zu suchen und den Verkauf zu bewerben. Hans-JĂŒrgen Braselmann (AfD) plĂ€dierte dafĂŒr, kein Geld in den Bahnhof mehr zu stecken, dafĂŒr lieber einen potenziellen KĂ€ufer zu unterstĂŒtzen. Trotz anstehender Schwammsanierung, Privatleute hĂ€tten da ganz andere Möglichkeiten als eine Stadt, die AuftrĂ€ge öffentlich ausschreiben mĂŒsse.

Am Ende hat sich die Politik darauf geeinigt, alles Notwendige zu sanieren und den Verkauf voranzutreiben. Der Resolution, die der Förderverein Bahnhof Denkmal kĂŒrzlich auf den Weg brachte, verwehrte der Hauptausschuss die Kenntnisnahme. Ein seltener Beschluss, der mehrheitlich gefasst wurde. Beim SPD-Antrag gab es je fĂŒnf Gegenstimmen und Enthaltungen bei zehn Ja-Stimmen.
(Zitatende]

Quelle https://www.wp.de/staedte/ennepetal-gevelsberg-schwelm/kaeufer-fuer-das-bahnhofsgebaeude-gesucht-id210019255.html

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